Stimme

Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir kraftvoll sind über alle Maßen.
(Marianne Williamson)

Stimmbildung durch Klangenergie

Ganzheitlich, spielerisch, leicht. Wie funktioniert das?

Es ist alles schon da

Jeder und Jede bringt eine unerschöpfliche Fülle an Energie mit, zusammen mit allen Voraussetzungen, die es braucht, um damit ans Werk zu gehen. Weder Schüler noch Lehrer müssen irgendetwas machen oder produzieren. Es ist alles da, und es ist ganz einfach.

Hindernisse

Doch zunächst einmal scheint es anders. Auf dem Weg vom Klangwunsch zum hörbaren Klang müssen die Stimmorgane im Kehlkopf in Schwingung gebracht werden. Dort ist alles schon von Natur aus sehr eng und es bilden sich hier mit Vorliebe Verspannungen, die dem Kehlkopf seine Freiheit nehmen – Gewohnheiten, emotionale Verletzungen, Denkmuster. Um doch singen oder sprechen zu können, erlernen viele von uns bewusst oder unbewusst Techniken, mit denen wir Kraft, Luft und häufig unsere Seele durch diese Engstelle pressen, um in den Ausdruck zu kommen. Ein sehr anstrengender, oftmals frustrierender Weg.

Das Geheimnis heißt Wahrnehmung

Doch es geht auch anders, und dazu möchte touch of sound ermutigen. Das Geheimnis heißt Wahrnehmung:
Wie klingt die Stimme im Raum?
Wie berührt der Klang mein Ohr?
Was ändert sich, wenn ich mich bewege?
Werden bestimmte Bilder geweckt?
Wie vielschichtig ist der Klang?
Und so weiter.

bild: fontäne – pfaueninsel, berlin Leichtigkeit

Es scheint zunächst einmal unmöglich, im Tun auch noch hinzuhören, zu schauen, zu spüren, und das einfach nur wach, ohne Bewertung. Doch sobald die Wahrnehmung frei wird, fällt auf einmal eine Last ab und es öffnen sich ungeahnte Räume. Der Umgang mit der Stimme wird so viel leichter und freudiger, wenn wir uns die Freiheit bewahren, in unserem eigenen Klang mitzuschwingen. Je besser wir lernen, unseren eigenen Klang zu empfangen, uns von ihm leiten zu lassen, desto eher wird sich unser Körper Schicht um Schicht für Neues öffnen.

 

 

 

Spielerisch

So ist der Weg zur eigenen Stimme ein sehr vielschichtiger Weg. Das Ohr lernt, neu hinzuhören, der Körper öffnet sich und lässt den Klang in sich hinein, und der Verstand kann es zuerst nicht fassen, dass Singen so mühelos sein kann. Dieser Weg führt jedoch nicht schnurgerade zum Ziel. Um Körper und Verstand aus altgewohnten Bahnen herauszulocken braucht es Fantasie, Mut zum Spiel, ein liebevolles Ausprobieren – und die Bereitschaft, im unvermeidlichen Scheitern zwischendurch immer wieder herzhaft zu lachen.

Lichtenberg

So vielschichtig wie der Klang selbst ist auch mein Weg als Lehrende und Lernende. Doch in besonderer Dankbarkeit bin ich dem Wissen und der Inspiration des Lichtenberger Instituts für angewandte Stimmphysiologie und der Lichtenberger Methode verbunden.

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